Wie du einfach und zuverlässig wieder in den Schreibfluss kommst

Write without fear

10 Tipps gegen Schreibblockaden

Man kennt das: Unter der Dusche oder beim Einschlafen sprudeln die Ideen. Eine genialer und innovativer als die andere. Dann sitzt man endlich vor dem Laptop und das Weiß der Seite starrt unbarmherzig zurück. Vielleicht hat man noch ein paar Stichpunkte, doch all die Genialität, das Originelle der eigenen Gedanken ist weg.

Keine Angst, du musst nicht anfangen, dich stundenlang unter die Dusche zu stellen, um deine Kreativität im Fluss zu halten. Hier kommen ein paar einfache, aber effektive Tipps um die Angst vor der bösen, leeren Seite zu verlieren. Dabei ist es erst einmal ganz egal, ob du ein Buch, einen Artikel, knackige Werbetexte oder den nächsten Blogbeitrag verfassen möchtest.

Leere, weiße Seiten eines Notizblocks. Das Monster des Autors.

Was also tun, wenn die Idee da ist, aber du nicht weiß wie und wo anfangen?

1. Simpel, aber oft sehr wirksam: Ortswechsel.

Zum einen gönnst du deinem Kopf auf dem Weg zu einem anderen Ort ein wenig Ruhe, kommst runter und bekommst im besten Falle sogar noch in wenig frische Luft. Der Sauerstoff belebt, die Bewegung weckt auf und der neue Ort kann dich inspirieren.

2. Gönn dir eine Pause.

Du kommst gerade aus einem stressigen Termin, warst stundenlang in einem Meeting und wunderst dich, warum du kein Wort zu Papier bringst? Dein Kopf braucht eine Pause. Und das am besten regelmäßig und mit frischer Luft (siehe Nummer 1). Versuch in diesen 5-10 Minuten aber wirklich abzuschalten. Im Kopf weiter über einen möglichen Einstieg in den Text nachzudenken oder auf dem Handy schon mal etwas an zu recherchieren zählt nicht als Pause.

3. Wem, wie mir der Anfang oft schwerfällt, dem sei gesagt: Mittendrin ist es auch sehr schön.

Keiner hat je entschieden, dass du mit dem Einstieg beginnen musst, damit es gut wird. Starte am besten einfach mit irgendeinem Gedanken, den du zu deinem Thema im Kopf hast. Gerade bei großen Projekten beginne ich mit einzelnen Argumenten, oder ganzen Szenen, wenn es um eine Story geht. Dabei sind diese oft vollkommen zusammenhangslos und ohne Reihenfolge. Aber während ich diese ersten Gedanken schreibe, entsteht meist wie von allein der Rahmen und die Struktur des Textes in meinem Kopf. Fröhlich nach dem Motto: einfach mal machen.

4. Das Konzept

Nicht an erster Stelle dieser Tipp, weil ich es selbst so gut wie nie mache, aber doch erwähnenswert. Ein Plan, was du wann und vielleicht sogar schon ein wenig wie sagen möchtest, kann dir helfen, die Blockade zu überwinden und schafft Struktur, wenn mal wieder zu viel Chaos im Kopf herrscht. Ich fühl mich in dem Chaos meist ganz wohl, habe aber festgestellt, dass ein Plan, gerade bei größeren Textprojekten nicht schaden kann.

Wecker, Zeitdruck

Interessanter Fakt: Zeitdruck löst Schreibblockade.

Kaum zu glauben, aber wirklich wahr und wenn ich selbst ganz ganz ehrlich zu mir bin, dann muss ich dem zustimmen. Wenn ich kann, wie ich will, dann wird das Ergebnis mäßig oder es fällt mir schrecklich schwer. Wenn ich allerdings muss, dann ist der Druck zwar groß und oft auch unangenehm, aber dafür geht es plötzlich wie von selbst und das Ergebnis finde ich nach dem Feinschliff auch meist ziemlich gut.

Was heißt das für dich? Setz dir klare Ziele. Vereinbare mit deinen Kunden, deinem Verlag, deinem Lektor oder dir selbst feste Deadlines. Und dann tritt dir auch einmal selbst in den A…., wenn du diese Termine nicht einhältst.

5. Disziplin

Wo wir auch gleich bei einem anderen wichtigen Punkt sind. Der Disziplin. Und dazu gehören meiner Meinung nach gleich mehrer Dinge. Wie oben beschrieben sind Ziele und Deadlines sehr wichtig, wenn du dir diese gesetzt hast, dann halte dich auch daran. Außerdem solltest du dich selbst dazu anhalten während deiner „Schreibzeit“ soggenante Störfaktoren zu eliminieren. Wer einen guten Text schreiben will, kann nebenbei nicht Radio hören und sollte auch nicht ständig am Handy oder auf Facebook unterwegs sein.

Sei konsequent und fokussiere dich auf deinen Text.

6. Schreibzeiten

Bei mir hat es eine Weile gedauert, bis ich bemerkt habe, dass ich, wenn ich muss, zwar immer irgendwie schreiben kann, aber richtig produktiv und kreativ eben nur zu bestimmten Zeiten bin. Beobachte dich genau. Wann fällt es dir leichter, wann geht es vielleicht sogar wie von selbst. Reservier dir diese Zeiten nun zukünftig zum Schreiben und du wirst sehen, dass dein Schreibfluss sich wie von ganz allein einstellt.

Fuel your Passion, Inspiration und Input

7. Input und Inspiration

Ideen, Kreativität und Geschichten kommen nicht von Ungefähr. Unser Kopf, deine Phantasie braucht Futter. Wenn du schon länger das Gefühl hast, du bist blockiert, dann liegt es vielleicht daran, dass du dir zu wenig neue Bilder holst. Geh raus oder ins Internet. Sieh dir neue, verrückte, kreative oder auch ganz banale Dinge an. Hauptsache ist, es hat nichts mit deinem Alltag zu tun.

Oder versuch einfach mal etwas Gewohntes ganz anders zu machen. Fahre einen anderen Weg zur Arbeit, oder kämm dir die Haare mit der linken Hand, wenn du Rechtshänder bist. Du kannst ruhig kreativ werden.

Alles was anders ist, ist neu und gut.

8. Arbeitsschritte trennen

Was mir oft hilft, wenn ich mich total verrannt habe: Nach der Recherche einfach mal einen Cut machen und etwas andere tun. Das Gleiche funktioniert nach dem ersten Entwurf. Nimm dir einen Tag oder wenigstens ein paar Stunden Ruhe von deinem Text und stürz dich dann erst auf die Korrektur.

9. „Start-Seiten“

Wenn es mal richtig schlimm ist, hilft mir eine Technik, die ich meine Start-Seiten nenne. Du kennst das: Der Kopf ist voll, da ist einfach zu viel drin. Also als erstes bevor es losgeht: Alles raus damit.

Bei den Morgenseiten geht es nicht um Perfektion, guten Stil oder Können. Da kommt einfach alles auf den Tisch. Schreib drauflos, was dir in den Kopf kommt. Zum Beispiel auch, wie dumm du dieses scheinbar sinnlose Schreiben findest. Nach und nach werden immer mehr Worte, wie von allein kommen und dein Kopf wird immer leichter. Ist das geschafft, klappt es auch wieder mit dem eigentlichen Thema.

10. Und zu guter Letzt: Kill your Darlings!

Eine Erkenntnis, die ich sehr früh in meiner Autoren-Laufbahn hatte, aber auch nur, weil mir das ein wirklich begabter Mentor gesagt hat. Wir alle hängen an schönen Formulierungen, kreativen Geistesblitzen und gelungenen Wortkreationen, aber wenn sie für den Text oder den Inhalt nicht funktionieren musst du dich trennen. Ich weiß das Herz schmerzt dann. Aber aus Erfahrung kann ich dir sagen einen Text, der auch noch gut werden soll, um eine gelungene Phrase herum zu bauen, ist aussichtslos.

Sei mutig, kill your Darling!

Keine Macht den weißen Seiten und viel Erfolg beim Schreiben.

Photo by ASHLEY EDWARDS & hannah grace &  Icons8 Team & Randalyn Hill on Unsplash

Veröffentlicht in

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s